Stadtviertel

Alle Stadtteile in denen bereits Portraits entstanden sind präsentieren wir in den Menüpunkten “Stadtviertel”. Einen Überblick über alle Geschichten bekommt ihr im Punkt “Karte” geboten.

Neustadt


Wer von der Dresdner Neustadt spricht, meint in den meisten Fällen eigentlich die Äußere Neustadt, das Szeneviertel von Dresden. Ursprünglich – da außerhalb der Mauern des ehemaligen Altendresden – zu den historischen Dresdner Vorstädten gehörend, erlebte das Viertel Ende des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Boom. Da der Stadtteil von den Luftangriffen auf Dresden fast vollständig verschont blieb, ist ein Großteil der in dieser Gründerzeit entstandenen Häuser erhalten geblieben und ziert das markante Bild des Viertels. Heute sind fast alle Häuser saniert und bieten mit breiten Fensterfronten unzähligen Kneipen, Bars, Cafés, Klubs und trendigen Läden Unterschlupf. Aber auch die Innere Neustadt, der bis 1732 nach einem Stadtbrand wiederaufgebaute Stadtteil Altendresden innerhalb der alten Stadtfestung, ist durchaus einen Besuch wert. Hier beherbergen prunkvolle barocke Bauten zahlreiche Museen oder säumen als Bürgerhäuser die Königsstraße. Dort findet sich auch der Sakralbau der Dreikönigskirche, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und erst in den späten 1980er Jahren wiedererrichtet wurde. Auf in die Neustadt

Weißer Hirsch


Nicht nur wegen seiner naturnahen und ruhigen Lage wurde der Weiße Hirsch von den Städtern seit jeher gern als Ausflugsziel und für den Sommeraufenthalt genutzt. Die Errichtung des luxuriösen Bades für Menschen im Jahr 1867 – des Fridabades –, eine Bauordnung, die rauch- und lärmbelästigende Einrichtungen untersagte und nur das Errichten von Häusern im Villenstil erlaubte, sowie die hiesige Situierung des Lahmann Sanatoriums zur Behandlung von Patienten nach modernen Naturheilverfahren im Jahr 1888 machten den Weißen Hirsch zu einem exzellenten und europaweit geschätzten Kurort. Durch die zahlreichen Villen und die Ansiedlung vieler Geschäfte und Cafés entwickelte sich der Stadtteil zu einer gehobenen Wohngegend und bevorzugtem Wohnort für Wissenschaftler, Künstler, Fabrikanten und hohe Beamte. Die beiden Weltkriege führten zunehmend zum Ende des Weißen Hirsches als Kurort. Mit der Überführung der Villen in Volkseigentum nach Ende des Krieges stand für die Instandhaltung der Gebäude immer weniger Geld und Material zur Verfügung und sie verfielen. Erst mit der Wendezeit wurde dieser Notwendigkeit wieder Rechnung getragen, wenngleich auch gegenwärtig noch ein paar Gebäude in ruinösem Zustand sind. An den regen Gästebetrieb von damals konnte bis heute jedoch nicht wieder angeknüpft werden. Auf zum Weißen Hirsch

Johannstadt


Die Johannstadt – benannt nach König Johann von Sachsen (1801-1873) zählt zu den ehemaligen Vorstädten Dresdens und begann sich erst ab etwa Mitte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts zu einem Wohnstandort zu entwickeln. Zuvor gab es hier vor allem großflächige Wiesen und unbebaute, landwirtschaftlich genutzte Flächen. Es fehlte an Verbindungsstraßen und -wegen in die nahegelegene Residenzstadt Dresden. Zudem verhinderte eine Baubeschränkung die ausufernde Bebauung insbesondere in der Umgebung des Großen Gartens. Erst mit Verabschiedung eines Bebauungsplanes 1874 begannen mehrere Baugesellschaften mit der Erschließung der Flächen. So entstanden entlang der Stübelallee villenartige Wohnhäuser, in der Pfotenhauerstraße mehrgeschossige Mietshäuser. Zudem gab es ab 1877 mit der Albertbrücke eine direkte Verbindung zur Neustadt. Bis zur Jahrhundertwende war fast die gesamte Johannstadt bebaut und mit dem benachbarten Striesen zusammengewachsen. 1945 gehörte die Johannstadt zu den am schwersten von den Luftangriffen betroffenen Stadtteilen Dresdens. Den Bomben fiel ein Großteil der historischen Jugendstil-Häuser zum Opfer. Der planmäßge Wiederaufbau der zerstörten Johannstadt begann Ende der 1960er Jahre in Form mehrgeschossiger Neubauten und Hochhäuser. Diese Plattenbauten prägen noch heute das Stadtbild der Johannstadt. Auf in die Johannstadt